Ein integratives Kunstprojekt
Integrative Kunstwerkstatt/ Skulpturen aus Holz, Stahl, Draht
Teilnehmer
10 Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren, davon 5 mit und 5 ohne Behinderung
Kurzbeschreibung der Projektidee
Angelehnt an die Kreaturen (Bäume) aus Herr der Ringe, entwickelt unter Anleitung
der Projektleiter (2 Diplom Heilpädagoginnen/ Kunsttherapeutinnen, 1 Schreiner)
jedes einzelne Kind/ Jugendlicher selbstständig innerhalb einer Gruppe von 10
Teilnehmern entsprechend seiner Phantasie und Vorstellungen eine eigene bdquo;Kreatur“.
Aus vorgegebenen Holz- und Baumstammstücken werden Figuren herausgearbeitet. Alle
einzelnen Holzskulpturen werden gemeinsam am Ende des Projektes anhand von
Drahtverstrebungen zu einem Gemeinschaftskunstwerk miteinander verbunden. Dabei hat jede
einzelne Skulptur für sich ihre Wirkung und ermöglicht durch das
Zusammenfügen der einzelnen Teile ein beeindruckendes Gruppenwerk. Es werden
Mechaniken eingebaut ? sowohl in die einzelne Skulptur, als auch in das Endprodukt, damit
sie, ohne ihre Grundstruktur zu verlieren, immer wieder verändert werden kann und
auch Außenstehenden im Nachhinein die Möglichkeit einer aktiven
Veränderung bzw. Interaktion mit dem Kunstwerk offeriert.
Hintergrund
Die Kunstwerkstatt Holz ermöglicht den Kindern und Jugendlichen, ihre individuellen
Gestaltungs- und Ausdrucksmöglichkeiten zu erfahren und mit gezielter
Unterstützung ausleben zu können. Der dabei erlebte Arbeitsprozess in der
Auseinandersetzung und der Bearbeitung der Materialien eröffnet die Möglichkeit,
Probleme im Moment des Wahrnehmens anzugehen und sofort auf diese reagieren zu können.
Das Ziel besteht dabei nicht nur in der Heranführung an das Kunsthandwerk bzw. die
Verarbeitung und Umgangsweise mit dem vorgegebenen Material, sondern ebenso in der
Transferleistung gemachter Erfahrungen in den Alltag der Teilnehmer. Die
schöpferischen Tätigkeiten ermöglichen neue Erfahrungen des Selbst und des
sozialen Miteinanders in der Kleingruppe, was ein Erlernen von Selbstständigkeit,
Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl, Respekt, einem sozialen Miteinander und
kooperativen Verhalten integriert.
Das Material Holz bietet einen großen Widerstand, der nur durch das Zusammenwirken
von handwerklichem Können und geistiger Vorstellungskraft zu brechen ist. Arbeiten
am Holz bedeutet gleichzeitig ein Arbeiten an den eigenen Grenzen. Die fertige Skulptur
präsentiert sich den Kindern und Jugendlichen als sichtbarer Beweis dafür, was
sie aus eigener Kraft schaffen können. Dabei wird ein Prozess hervorgerufen, der viel
Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit fordert und selbstständige
Aktivität einschließt.
Umsetzung
In einer ersten Projektphase geht es um die Auseinandersetzung und Hinführung zum
dreidimensionalen Arbeiten. Mit Zeichnungen und Tonfiguren wird auf die Umsetzung einer
eigenen Skulptur aus Holz hingearbeitet.
Die dafür nötigen Werkzeuge werden durch Ausprobieren unter Anleitung kennen
gelernt, um mit dem dann vertrauten Material eine bdquo;Kreatur“ entstehen zu lassen.
Das Projekt ist über einen Zeitraum von einem halben Jahr (24 Termine zu je 2
Wochenstunden) im Atelier artig angelegt. Eine abschließende Ausstellung am Ende
des Projektes präsentiert jedes einzelne Kunstwerk und deren Gesamtkomposition.
Die entstehenden Werke wirken sich positiv auf das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein
der Kinder und Jugendlichen aus.
Überblick
| Teilnehmer: | 10 Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren, davon 5 TN mit
Behinderung und 5 ohne Behinderung |
| Leitung/Durchführungg: | Verein Kunststück Familie e.V./ Atelier artig
2 Diplom Heilpädagoginnen/ Kunsttherapeutinnen / 1 Schreiner |
| Art des Angebotes | integrative Kunstwerkstatt/ Skulpturen aus Holz, Stahl, Draht |
| Projektort | Atelier artig, Schaafenstraße 5, 50676 Köln |
| Projektzeit | 24 Termine a 2 Stunden/ Start August 2007 |
Das Projekt wird aus Mitteln der Kastanienhofstiftung
(www.kastanienhofstiftung.de)
und der Kämpgen Stiftung
(www.kaempgen-stiftung.de)
gefördert.
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