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Künstlerisches Arbeiten ist eine spielerische, materialerprobende, sensomotorische
Aktivität. Im Zentrum der Arbeit steht der Zusammenhang
Wahrnehmen – Erleben – Handeln. Dies fordert von den
Kindern immer neue Auseinandersetzungsprozesse mit ihrem eigenen Tun. Sie beginnen ihre
Fähigkeiten kennen zu lernen und auszuprobieren.
Durch Versuch und Irrtum lernen sie ihre Grenzen zu erkennen und entwickeln eine
verbesserte Frustrationstoleranz.
Der im Atelier erlebte Arbeitsprozess eröffnet die Möglichkeit, Probleme im
Moment des Wahrnehmens anzugehen und sofort auf diese reagieren zu können. Die
Kinder erproben unterschiedliche Zugangsweisen und gewinnen eine neue Handlungsbasis mit
erweiterten Perspektiven.
Interventionen seitens der Kunsttherapeuten orientieren sich dabei an dem aktuellen
persönlichen Entwicklungsstand des Kindes. Ein Eingreifen kann dementsprechend
persönlichkeitsstabilisierend, konfliktlösend oder auch die soziale und
kommunikative Kompetenz erweiternd sein. Die hier praktizierte Methode hat damit sowohl
präventiven als auch rehabilitativen Charakter. Die erzielten Erfolge spiegeln sich
als Transferleistungen in den einzelnen Bereichen des Lebens und Verhaltens in der
Familie und im Alltag des Kindes wieder.
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